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| Einheit | mg/l |
| Hinweise | Voriconazol ist ein Triazol-Antimykotikum mit breiter Wirkung und bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren für invasive Aspergillosen, Candidämien bei nicht neutropenischen Patienten, die Behandlung von Flucon… MehrVoriconazol ist ein Triazol-Antimykotikum mit breiter Wirkung und bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren für invasive Aspergillosen, Candidämien bei nicht neutropenischen Patienten, die Behandlung von Fluconazol-resistenten, schweren invasiven Candida-Infektionen (einschließlich durch C. krusei) und schweren Pilzinfektionen, hervorgerufen durch Scedosporium spp. und Fusarium spp. zugelassen. Voriconazol sollte in erster Linie bei Patienten mit progressiven, möglicherweise lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden. Bei Hochrisikopatienten mit allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) kann Voriconazol auch zur Prophylaxe invasiver Pilzinfektionen eingesetzt werden. Neben Pulvern zur Herstellung einer Infusionslösung sind orale Galeniken erhältlich. Die Halbwertszeit liegt im Mittel bei 6 h, kann aber je nach enzymatischer Ausstattung der Patienten von 3 bis 46 Stunden variieren. Voriconazol hat eine orale Bioverfügbarkeit von 96 %. Die obere Toxizitätsgrenze ist populationsabhängig: bei nicht-asiatischen Patienten üblicherweise < 5,5 mg/L, bei asiatischen Patienten wegen häufigerer CYP2C19-Poor-Metabolizer-Genotypen eher < 4,0 mg/L. Leberfunktion, neurologische Verträglichkeit, Arzneimittelinteraktionen, Applikationsweg und ggf. Therapietreue sind zu berücksichtigen. Die i.v.-Dosierung geschieht nach folgendem Schema: Als Anfangsdosis werden 6 mg/kg KG 2 x tgl. in den ersten 24 h gegeben, dann folgt eine Erhaltungsdosis von 4 mg/kg KG 2 x täglich. Oral wird bei Patienten ab 40 kg KG als Anfangsdosis 400 mg alle 12 h in den ersten 24 h, als Erhaltungsdosis 200 mg alle 12 h verabreicht. Für Voriconazol sollten in der Prophylaxe Spiegel von > 0,5 mg/L (einige Autoren sprechen von > 1 mg/L), bei therapeutischer Indikation 2 bis 5,5 mg/L im Serum erreicht werden. Zur Dosisanpassung bei einer therapeutischen Indikation wird ein dem gemessenen Spiegel angepasstes Schema empfohlen: - 0,0 bis 0,5 mg/L: Dosiserhöhung um 50 % oder Verringerung des Dosisintervalls von 12 auf 8 h, - zwischen 0,5 und 2,0 mg/L: Dosiserhöhung um 25 %, - über 5,5 mg/L und ohne Nebenwirkungen: Dosisverringerung um 25 % und - über 5,5 mg/L und mit Nebenwirkungen: entweder Wechsel auf eine andere Substanz oder Auslassen der nächsten Dosis und Dosisverringerung um 50 %. Nach einer Dosisänderung sollte eine erneute Spiegelbestimmung erst nach Ablauf von 3 bis 5 d erfolgen. Voriconazol wird durch die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP2C19, CYP2C9 und CYP3A4 metabolisiert und hemmt gleichzeitig deren Aktivität. Für die Ermittlung eines individuellen Zielwerts bei Wechselwirkungen mit anderen Substanzen kontaktieren Sie bitte Ihr ABS-Team oder unseren diensthabenden Facharzt für Mikrobiologie. |
| Präanalytik | Die Blutentnahme zur Bestimmung eines Spiegels sollte erst 3 bis 5 d nach Therapiebeginn oder einer Dosisänderung erfolgen. Der exakte Entnahmezeitpunkt sollte minutengenau auf dem Auftrag vermerkt werden. Be… MehrDie Blutentnahme zur Bestimmung eines Spiegels sollte erst 3 bis 5 d nach Therapiebeginn oder einer Dosisänderung erfolgen. Der exakte Entnahmezeitpunkt sollte minutengenau auf dem Auftrag vermerkt werden. Bei intermittierender Gabe sollte ein Talspiegel in der letzten Stunde vor Gabe der Folgedosis bestimmt werden. Bei kontinuierlicher Gabe sollte die Spiegelbestimmung kurz vor dem Wechsel des Infusionssystems erfolgen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit der Messwerte macht es bei wiederholten Bestimmungen Sinn, diese möglichst zur gleichen Zeit am jeweiligen Bestimmungstag durchzuführen. Die Probenstabilität ist in folgenden Grenzen gewährleistet: - bei 15 bis 30 °C für 24 h, - bei 2 bis 8 °C für 7 d und - bei < -18 °C für 90 d. |
| Methode | LC-MS/MS |