| Indikation | Therapeutisches Drug Monitoring |
| Material | |
| Einheit | mg/l |
| Hinweise | Ampicillin ist ein halbsynthetisches, nicht Betalaktamase-festes Aminopenicillin. Es hat eine breite Zulassung (u. a. für Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, der unteren Atemwege, der Nieren und ableite… MehrAmpicillin ist ein halbsynthetisches, nicht Betalaktamase-festes Aminopenicillin. Es hat eine breite Zulassung (u. a. für Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, der unteren Atemwege, der Nieren und ableitenden Harnwege, der Geschlechtsorgane, der Gallenblase und der Gallenwege, des Magen-Darm-Traktes, der Haut und Weichteile, der Augen, aber auch zur gezielten Therapie der Listeriose und - oft in Kombination - von Meningitis, Endokarditis, Sepsis und Osteomyelitis). Die Eliminationshalbwertzeit liegt bei ca. 60 min. Je nach Grad einer vorhandenen Niereninsuffizienz kann sie auf bis zu 20 Std. verlängert sein. Die Standarddosis für Erwachsene beträgt bei intermittierender Gabe 3 x tgl. 2 g i.v., die hohe Dosis liegt bei 4 x tgl. 2 g i.v. (bei Meningitis: 6 x 2 g i.v.). Die Tagesdosis kann auf bis zu 15 g Ampicillin und darüber gesteigert werden. Einer kontinuierlichen Infusion ist der Vorzug zu geben. Für Ampicillin existiert kein allgemeingültiger therapeutischer Bereich. Die Wirksamkeit von Ampicillin hängt davon ab, wie lange die Konzentration von Ampicillin am Wirkort oberhalb der gemessenen MHK des Erregers liegt. Bei schweren Infektionen (Endokarditis, Meningitis) wird bei intermittierender Infusion 100 % des Talspiegels oberhalb der MHK angestrebt, bei weniger schweren Infektionen werden von einigen Autoren 40 bis 70 % als ausreichend angesehen. Unter Dauerinfusion können Steady State-Konzentrationen vom Vierfachen der gemessenen MHK des Erregers als Ziel benutzt werden. Betalaktamaseinhibitoren (meist als fixe Kombinationspartner wie z. B. Sulbactam) werden nicht separat gesteuert. Auf dem Befund wird daher Individueller Zielwert unter Referenz ausberichtet. Für eine ungefähre Dosisanpassung können folgende Formeln herangezogen werden: - bei kontinuierlicher Infusion: (Zielspiegel / gemessener Spiegel) * aktuelle Dosis = neue Dosis bzw. - bei intermittierender Infusion: (gemessener Spiegel / Zielspiegel) * aktuelles Intervall = neues Intervall. Für die Ermittlung eines individuellen Zielwerts oder eine Beratung hinsichtlich Dosierung kontaktieren Sie bitte Ihr ABS-Team oder unseren diensthabenden Facharzt für Mikrobiologie. |
| Präanalytik | Die Blutentnahme zur Bestimmung eines Spiegels sollte 24 bis 48 h nach Therapiebeginn oder einer Dosisänderung erfolgen. Der exakte Entnahmezeitpunkt sollte minutengenau auf dem Auftrag vermerkt werden. Bei i… MehrDie Blutentnahme zur Bestimmung eines Spiegels sollte 24 bis 48 h nach Therapiebeginn oder einer Dosisänderung erfolgen. Der exakte Entnahmezeitpunkt sollte minutengenau auf dem Auftrag vermerkt werden. Bei intermittierender Gabe sollte ein Talspiegel in der letzten Stunde vor Gabe der Folgedosis bestimmt werden. Bei kontinuierlicher Gabe sollte die Spiegelbestimmung kurz vor dem Wechsel des Infusionssystems erfolgen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit der Messwerte macht es bei wiederholten Bestimmungen Sinn, diese möglichst zur gleichen Zeit am jeweiligen Bestimmungstag durchzuführen. |
| Nachforderbarkeit | nicht nachforderbar |
| Methode | LC-MS/MS |