Die immunhämatologische Diagnostik ist ein zentraler Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge, um das Risiko fetomaternaler Inkompatibilitäten frühzeitig zu erkennen. Insbesondere der Antikörpersuchtest und die anschließende Differenzierung liefern wichtige Hinweise auf klinisch relevante erythrozytäre Alloantikörper. Um die diagnostische Aussagekraft weiter zu verbessern, haben wir unsere Befunddarstellung angepasst. Ziel ist eine noch transparentere und vollständigere Information für die betreuenden gynäkologischen Praxen.
Bisherige Darstellung
- Dokumentation des Antikörpersuchtests und der Antikörperdifferenzierung ausschließlich auf Basis des AHG-Nachweises
Neuerungen in der Befunddarstellung
- Erweiterte Dokumentation im Mutterpass:
→ Darstellung von Antikörpernachweisen sowohl im AHG- als auch im Enzym-Milieu - Ziel: Erweiterte und differenziertere Abbildung der immunhämatologischen Befunde
Medizinischer Hintergrund
In Einzelfällen kann der alleinige Nachweis im AHG-Milieu nicht ausreichen, um einen erythrozytären Alloantikörper eindeutig zu identifizieren. Durch die zusätzliche Untersuchung im Enzym-Milieu können bestimmte Antikörper besser erkannt und bestätigt werden, was die diagnostische Sicherheit erhöht.
Die immunhämatologische Einschätzung mit Empfehlungen zum weiteren Vorgehen bei Antikörpernachweis finden Sie wie gewohnt auf dem Laborbefund.
Vorteile für Ihre Praxis und Ihre Patientinnen
- Erhöhte diagnostische Sicherheit durch erweiterte Darstellung immunhämatologischer Testverfahren
- Verbesserte Transparenz der Befunde im Mutterpass
- Optimierte Verlaufskontrolle bei nachgewiesenen Antikörpern
- Unterstützung bei einer leitliniengerechten Betreuung schwangerer Patientinnen
Bei Fragen können Sie sich jederzeit gern an unsere Fachärztinnen für Transfusionsmedizin wenden.




