Risokoabschätzung für Herz-und Gefäß-Erkrankungen

Arteriosklerose erkennen und gegensteuern

Arteriosklerose

Abklärung wichtiger Laborwerte zur Arterioskleroseerkennung

Um richtig arbeiten zu können, benötigt der menschliche Körper eine einwandfreie Sauerstoffversorgung. Die Arterien oder Schlagadern übernehmen dabei eine zentrale Funktion, denn diese Blutgefäße bringen das sauerstoffreiche Blut vom Herzen dorthin, wo es benötigt wird.
Bei einer Arteriosklerose ist diese Funktion jedoch gestört, was in den schlimmsten Fällen zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führt.

Was ist Arteriosklerose und wodurch entsteht sie?

Bei einer Arteriosklerose sind die Gefäßwände krankhaft verändert. So können sich Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden, die z.B. aus Blutfetten und Blutplättchen, aber auch aus Kalk in geringen Mengen bestehen. Dies führte zu der umgangssprachlichen Bezeichnung „Arterienverkalkung“ für die Arteriosklerose. Die Arterien werden enger und verhärten sich, die Sauerstoffversorgung wird eingeschränkt. Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen sind häufig erste Symptome. Verschließen sich Gefäße komplett, spricht man von einer Thrombose. Sie bildet sich häufig an den geschädigten Stellen der Blutgefäße. Eine Thrombose kann lebensbedrohlich sein – beispielsweise in Form von Schlaganfall oder Herzinfarkt. Auch schwerwiegende Schädigungen der Nieren kommen häufig vor.

Wie macht sich Arteriosklerose bemerkbar?

Die Arteriosklerose wird oft sehr spät bemerkt, da sie zunächst ohne schwerwiegende Anzeichen verläuft. Erst wenn einzelne Organe bereits mangelhaft mit Blut versorgt werden, treten in der Regel einzelne oder mehrere der folgenden Symptome auf:

  • Herzprobleme wie Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen
  • Engegefühl im Brustbereich
  • Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung
  • Sehstörungen
  • Ohnmacht oder Schwindel
  • Schmerzen, Kältegefühl und Missempfindungen in den Beinen
  • Impotenz

Wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Symptome bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt auf eine Arterioskleroseuntersuchung ansprechen. Kommt es sogar zu einem Herzinfarkt oder zu einem Schlaganfall, werden ohnehin entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Die moderne Labormedizin unterstützt bei der Diagnose.
Welche Laborwerte gehören zur gezielten Arteriosklerose-Diagnostik?

Im Rahmen einer gezielten Arteriosklerose-Diagnostik können folgende Werte erhoben werden:

  • Gesamtcholesterin und Triglyceride: Diese Blutfette erfüllen wichtige Aufgaben in unserem Organismus und fungieren u.a. als Energiespeicher. Erhöhte Werte können allerdings ein Risiko für Arterioskleroseerkrankungen anzeigen.
  • HDL und LDL: Hier ist das Verhältnis der Werte wichtig: LDL erhöht das Arterioskleroserisiko, HDL kann schützen.
  • Homocystein: Aminosäure, die in hoher Konzentration die Gefäße schädigt.
  • CRP high sensitive: Protein, welches frühzeitig Entzündungen im Organismus anzeigt. Da Entzündungen Arteriosklerose begünstigen können, ist bei zu hohen Werten Vorsicht geboten.
  • Adiponektin: körpereigenes Hormon; niedrige Werte gehen i.d.R. mit einer stärkeren Arterienverkalkung einher und erhöhen das Risiko an Diabetes zu erkranken
  • RBP 4 (Retinol Binding Protein 4): Kann bei Personen mit Bluthochdruck früh Hinweise auf Arteriosklerose geben.

Damit diese Untersuchungen im Labor durchgeführt werden können, ist u.a. eine Blutentnahme notwendig. Die Laborergebnisse helfen dem Sie betreuenden Arzt dabei, die Diagnose zu stellen und gegebenenfalls schnell die richtige Behandlung einzuleiten.

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Thromboserisiken kennen und vorbeugen

Thrombose

Das Thrombose-Risikoprofil

Geschwollene Beine, die sich sehr schwer anfühlen, Spannungsschmerzen, die an einen heftigen Muskelkater denken lassen – kommt Ihnen das bekannt vor?

Wenn Sie solche Anzeichen feststellen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, denn eine Thrombose könnte der Grund dafür sein. Darüber hinaus gibt es viele Thrombosen, die unbemerkt verlaufen, bis z.B. eine gefährliche Lungenembolie entsteht. Dies spricht dafür, aktiv vorzusorgen und die Gesundheit der Gefäße zu fördern. Im Zweifelsfall kann Ihr Arzt verschiedene Untersuchungsmethoden nutzen. Auch ein genetischer Risikocheck ist möglich.

So kann eine Thrombose im menschlichen Körper entstehen

Das Wort „Thrombose“ ist abgeleitet aus dem Griechischen und bedeutet, dass sich ein Pfropf (Thrombus) innerhalb eines Blutgefäßes gebildet hat. Von einer Embolie spricht man immer dann, wenn sich der Pfropf von der Gefäßwand löst und vom Blut weitertransportiert wird, bis er ein Gefäß verstopft.

Ein Beispiel: Häufig entsteht der Pfropf in einer Bein- oder Beckenvene und wird über das Herz bis hin zur großen Lungenarterie befördert. Werden hier Gefäße verstopft, spricht man von einer Lungenembolie. Diese kann im schlimmsten Fall zum Tode führen.

Wie hoch ist mein persönliches Risiko, an einer Thrombose zu erkranken?

Wie Sie bereits erfahren haben, gibt es unterschiedliche Gründe, die zu einer Thrombose führen können. Im Normalfall ist ein gesunder Lebensstil die beste Möglichkeit, sich zu schützen. Es gibt aber auch genetische Faktoren, die Thrombosen begünstigen. Wer von
einem erhöhten genetischen Risiko weiß, sollte besonders auf sich achtgeben und alle Vorsorgeregeln beherzigen.
Laborwerte zur Bestimmung eines Thrombose-Risikos:

  • ƒƒFaktor V Gen-Mutation, verantwortlich für die Regulation der Blutgerinnung
  • Faktor II Gen-Mutation, verantwortlich für die Produktion des Gerinnungsfaktors II (auch Faktor II oder Prothrombin genannt)
  • Protein C, Protein S und Antithrombin bzw. für deren Produktion entscheidende Gene

Ein Mangel oder eine Störung in der Aktivität dieser regulatorischen Proteine kann die Entstehung von Thrombosen begünstigen.
Für die Untersuchung ist lediglich eine Blutentnahme notwendig.

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