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Influenza Saison 2018/2019

Die Influenzasaison 2017/2018 war in der Wahrnehmung und auch gemessen im bundesweiten Sentinel (AGI - Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch Instituts) deutlich schwerer als gewöhnlich.

Influenzasaison

Dabei wurden rund 334.000 labordiagnostisch bestätigte Fälle übermittelt (Anteil Influenza B 69 %, Influenza A 24 %, Rest nicht typisierbare Influenzatypen). Es wurden gemäß IfSG 1.674 Todesfälle an das RKI übermittelt (doppelt so viele wie 2016/2017).

Die aktuelle Grippewelle hat in Deutschland nach Definition der AGI in der 2. KW 2019 begonnen. Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist überschritten.

Seit der 40. KW 2018 sind in Deutschland 160.538 labordiagnostisch bestätigte Fälle und 600 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion ermittelt worden (Stand 26.03.19). Seit Saisonbeginn überwiegt der Nachweis von Influenza A-Viren. Für die 10. KW 2019 wurden in Sachsen in 43 % der Sentinelproben Influenzaviren nachgewiesen. Die Typisierung ergab dabei in 98 % der Fälle Influenza A- und in 2 % der Fälle Influenza B-Viren.

Abb. Statistik Multiplex PCR für respirat. Erreger, Einsendungen im Diagnosticum 49.KW 2018 bis 11.KW 2019zoom
Abb. Statistik Multiplex PCR für respirat. Erreger, Einsendungen im Diagnosticum 49.KW 2018 bis 11.KW 2019
Abb. Statistik Einzelanforderung Influenza-PCR, Einsendungen im Diagnosticum 48.KW 2018 bis 11.KW 2019 (Influenza B unterrepräsentiert, da nur 2 positive Nachweise im Betrachtungszeitraum)zoom
Abb. Statistik Einzelanforderung Influenza-PCR, Einsendungen im Diagnosticum 48.KW 2018 bis 11.KW 2019 (Influenza B unterrepräsentiert, da nur 2 positive Nachweise im Betrachtungszeitraum)

Die Impfung ist, trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit, die wichtigste Schutzmaßnahme. Außerdem werden vor allem gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten empfohlen, um das Erkrankungsrisiko zu verringern.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen über dem 60. Lebensjahr, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Es finden sich jedoch viel zu niedrige Impfquoten. In der Grippesaison 2016/2017 waren in der Ärzteschaft 61,4 % geimpft, beim Pflegepersonal 32,5 % und bei therapeutischen Berufen 34,2 %. In der Bevölkerung waren gerade einmal 34,8 % der Personen über dem 60. Lebensjahr geimpft.

Wenngleich der Impfstoff keinen hundertprozentigen Schutz bietet, können mit der Impfung dennoch sehr viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle verhindert werden.

Diagnostik: Saisonale Influenza - direkter Erregernachweis über PCR als Einzelnachweis oder Multiplex-PCR für respiratorische Erreger

Probenmaterial:  Abstrich eSwab vom Nasen-/Rachenraum, Sputum, BAL (die Virusausscheidung ist in den ersten 4 Krankheitstagen am höchsten)

Abarbeitung: täglich Montag bis Samstag

Meldepflicht: Erkrankung und Labornachweis nach Infektionsschutzgesetz, Ausnahmekennziffer 32006

Ansprechpartner: Frau Dr. med. H. Hummel, Frau Dipl.-Ing. Melanie Hermann

 

Epidemiologische Informationen:

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