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Mikrobiologische Leistungen im EBM modernisiert

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zum 01.07.2018 mit einem umfangreichen Paket dem Stand der Wissenschaft angepasst, „um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen durch den Einsatz von Diagnostika zur zielgerichteten und qualitätsgesicherten Verordnung von Antibiotika zu reduzieren“, so der Tenor in der Begründung der Änderung.

Mikrobiologische Leistungen im EBM modernisiert

Neuerungen

  • Besonders für die Differenzierung von Infektionen der Atemwege zwischen viralem und bakteriellem Infekt ist das Procalcitonin dem bisher verwendeten C-reaktiven Protein (CRP) auch in der ambulanten Versorgung deutlich überlegen. Es wurde daher in den EBM aufgenommen und wird bei korrekter Anwendung die Menge der nicht notwendigen Antibiotikabehandlungen reduzieren helfen.
  • Nachdem die ersten Automaten zur Identifizierung von Bakterien mittels MALDI-TOF-Massenspektrometrie im Jahr 2004 auf den Weltmarkt kamen, hat sich dieses Verfahren schnell zum Standard etabliert und wird seit 2010 im Diagnosticum routinemäßig für die Erregeridentifizierung bei Privatversicherten und im Krankenhaus genutzt. Es ist mindestens 24 Stunden schneller, genauer und sicherer als die konventionelle biochemische Identifizierung. Wir freuen uns ganz besonders, die Massenspektrometrie nun auch den gesetzlich Krankenversicherten für die Identifikation von Bakterien und Sproßpilzen anbieten zu können.
  • Die Antibiogramme von Bakterien sind im neuen EBM übersichtlicher gestaltet und auf zwei Positionen reduziert worden. Im Diagnosticum testen wir nach dem Regelwerk der EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) und können jetzt korrekt nach diesen Vorgaben bestimmen und abrechnen.
  • Zusätzliche Testungen bei Verdacht auf Multiresistenz (MRGN, MRSA und VRE) sind nun ebenfalls für gesetzlich Krankenversicherte durchführbar. Dies wird eine merkliche Qualitätsverbesserung in der Diagnostik von Multiresistenzen beispielsweise in der ambulanten Rehabilitation und Altenpflege bewirken.

Ausnahmekennziffer 32004

Sämtliche oben genannten Untersuchungen und eine große Anzahl weiterer Positionen fallen unter die neue Ausnahmekennziffer 32004, die nun bei annähernd allen kulturellen mikrobiologischen Verfahren angewendet werden kann. Sie nimmt die Leistungen bei der Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus aus. Nähere Informationen zu allen betroffenen Gebührenordnungspositionen und deren Leistungsbeschreibung finden Sie in der Kurzübersicht "Neu ab 01.07.2018: Ausnahmekennziffer 32004" zu unserer Broschüre „Ausnahmekennziffern und Ziffernkränze“ oder in der Ausnahmekennziffernsuche auf unserer Homepage unter: www.diag.life/AKZ-Suche

Wir stehen Ihnen gerne telefonisch und persönlich zur Verfügung um die  Auswirkungen dieser EBM-Anpassung auf die Befundung und Ihren Praxisalltag mit Ihnen zu erörtern.

Ausnahmekennziffernsuche

Zu Ihrer Erleichterung stellen wir Ihnen online eine "Ausnahmekennziffernsuche" bereit. Mit Hilfe dieser Suche finden Sie schnell und komfortabel die passenden Ausnahmekennziffern für Ihre Praxisfälle. AKZ-Suche

Beratungsservice

Unsere Fachärzte stehen Ihnen gern für ein individuelles Beratungsgespräch zur Verfügung.
kostenfreie Service-Hotline: 0800 121910000

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