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Laborreform - Neuerungen ab 01. April 2018

Zum 01. April 2018 findet bundesweit die erste Stufe der Laborreform des EBM statt.

Influenzasaison

Die Änderungen betreffen die Festschreibung einer Abstaffelungsquote für labormedizinische Leistungen im EBM, die Überführung der Mengensteuerung in die Hände der lokalen KVen, den Wirtschaftlichkeitsbonus der Niedergelassenen und die Ausnahmekennziffern.

Wirtschaftlichkeitsbonus

Der Wirtschaftlichkeitsbonus wird künftig etwas anders als bisher berechnet:

  • Die Trennung nach Versichertenstatus fällt weg, die Kosten für Laboruntersuchungen werden zusammengefasst. Dies erfolgt ungeachtet, ob sie selbst erbracht, von einer Laborgemeinschaft bezogen oder an den Facharzt überwiesen werden.
  • Für einzelne Arztgruppen werden untere und obere begrenzende Fallwerte eingeführt, die mit einem arztpraxisspezifischen Fallwert für das jeweilige Quartal verglichen werden. Anhand dieser Werte ergibt sich der Wirtschaftlichkeitsfaktor, mit dem der Wirtschaftlichkeitsbonus in Analogie zum bisherigen Verfahren aus einer arztgruppenspezifischen Punktzahl für die GOP 32001 und der Zahl der Behandlungsfälle berechnet wird.
  • In die Berechnung werden nun alle Fälle mit mindestens einer Grund-, Versicherten- oder Konsiliarpauschale einbezogen.

Fallbeispiel

Urologe in Einzelpraxis:

relevante Behandlungsfälle: 1.233 Fälle
berechnungsrelevante Laborkosten pro Quartal: 4.312,46 €
unterer begrenzender Fallwert: 2,40 €
oberer begrenzender Fallwert: 7,10 €
arztpraxisspezifische Punktzahl der GOP 32001: 15 Punkte
Orientierungswert: 0,106543 €

Arztpraxisspezifischer Fallwert:

= Laborkosten pro Quartal / Behandlungsfälle pro Quartal
= 4.312,46 € / 1.233 Fälle
= 3,50 €

Wirtschaftlichkeitsfaktor:

= (oberer begrenzender Fallwert - arztpraxisspezifischer Fallwert) /
   (oberer begrenzender Fallwert - unterer begrenzender Fallwert)
= (7,10 € - 3,50 €) / (7,10 € - 2,40 €)
= 3,60 € / 4,70 €
= 0,77

Wirtschaftlichkeitsbonus:

= Arztgruppenspezifische Punktzahl der GOP 32001 x
   relevante Behandlungsfälle/Quartal x Orientierungswert x
   Wirtschaftlichkeitsfaktor
= 15 Punkte x 1.233 Fälle x 0,106543 € x 0,77
= 1.517,29 €

Ausnahmekennziffern

  • Die Ausnahmekennziffern werden künftig an bestimmte Laboruntersuchungen gekoppelt und befreien nur noch diese Positionen von der Budgetberechnung.
  • Sie können nun aber mehrere Ausnahmekennziffern pro Patient angeben.
  • Der Aufdruck der Ausnahmekennziffern auf den Überweisungsschein oder die Übermittlung an das Labor entfällt, die Angabe ist einzig in der Quartalsabrechnung erforderlich. Bitte kontaktieren Sie daher den Anbieter Ihrer Praxisinformationssoftware zeitnah. Aus diesem Grund entfallen ferner auch die Angaben zur Budgetrelevanz der Laborkosten auf den ausgedruckten Befunden. Die abgerechneten Gebührenordnungspositionen übermitteln wir Ihnen weiterhin wie gewohnt auf dem Druckbefund sowie per DFÜ.

Ausnahmekennziffernsuche

Zu Ihrer Erleichterung stellen wir Ihnen online eine "Ausnahmekennziffernsuche" bereit. Mit Hilfe dieser Suche finden Sie schnell und komfortabel die passenden Ausnahmekennziffern für Ihre Praxisfälle. AKZ-Suche

Beratungsservice

Unsere Fachärzte stehen Ihnen gern für ein individuelles Beratungsgespräch zur Verfügung.
kostenfreie Service-Hotline: 0800 121910000

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