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Influenzasaison - aktueller epidemiologischer Stand

Die Aktivität der respiratorischen Erkrankungen ist in der 9. Kalenderwoche 2018 bundesweit gesunken, jedoch weiterhin im Bereich stark erhöhter Aktivität.

Influenzasaison

Laut Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza, sind Influenza B-Viren (mit 99 % aus der Yamagata-Linie) seit der 40. KW 2017 bundesweit mit 73 % die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)-pdm09-Viren mit 23 % und Influenza A(H3N2)-Viren mit 3 % (Influenza-Positivrate gesamt 66%, Stand RKI-Bericht 9.KW). Bei Kindern werden anteilig mehr Influenza A(H1N1)pdm09-Viren detektiert als bei Erwachsenen, bei denen Influenza B-Viren dominieren.

Für unser Labor bezogenes Einzugsgebiet konnten bisher folgende Nachweise erbracht werden: 9.KW Positivrate insgesamt 54,56 %, dabei Influenza A mit 8,57 % und Influenza B mit 43,41 % Anteil positiv.

Abb. Statistik Multiplex PCR für respirat. Erreger, Einsendungen im Diagnosticum 40.KW 2017 bis 9.KW 2018zoom
Abb. Statistik Multiplex PCR für respirat. Erreger, Einsendungen im Diagnosticum 40.KW 2017 bis 9.KW 2018
Abb. Statistik Einzelanforderung Influenza-PCR, Einsendungen im Diagnosticum 40.KW 2017 bis 9.KW 2018zoom
Abb. Statistik Einzelanforderung Influenza-PCR, Einsendungen im Diagnosticum 40.KW 2017 bis 9.KW 2018

Die STIKO kommt nach Studien zu dem Schluss, dass quadrivalente Influenzaimpfstoffe in Saisons, in denen Influenzaviren der nicht in trivalenten Impfstoffen enthaltenen Influenza B-Viruslinie kozirkulieren, einen besseren Schutz vor einer Erkrankung bieten als trivalente Impfstoffe. Hieraus resultiert der Beschluss der STIKO zur Impfempfehlung mit quadrivalentem Impfstoff (wiss. Begründung s. Epidemiolog. Bulletin 11.01.2018). Die zugehörige Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss wird für April erwartet.

Die Schwere einer Grippewelle lässt sich erst nach Saisonende unter Berücksichtigung aller Datenquellen bewerten.

Diagnostik:

Verschiedene virale Atemwegsinfektionen können ähnliche Symptome wie Influenza zeigen, beispielsweise RSV, Adenoviren, Parainfluenzaviren, Rhinoviren, Coronaviren und Enteroviren. Für eine umfassende Diagnostik mit gezielter Therapieplanung empfehlen wir daher, insbesondere bei Risikopatienten und Kindern, die Durchführung der Multiplex-PCR auf respiratorische Erreger.

Die serologische Diagnostik gestattet eine Diagnose frühestens ab dem 5.-7. Krankheitstag (Serokonversion mit Verlaufskontrolle nach ca. 2 Wochen). Bei vorausgegangener Impfung ist die Testbewertung eingeschränkt, d.h. eine Differenzierung zwischen Antikörper durch Impfung oder Infektion ist nicht möglich.

Diagnostik: Saisonale Influenza - direkter Erregernachweis über PCR als Einzelnachweis oder Multiplex-PCR für respiratorische Erreger

Probenmaterial:  Abstrich eSwab vom Nasen-/Rachenraum, Sputum, BAL (die Virusausscheidung ist in den ersten 4 Krankheitstagen am höchsten)

Abarbeitung: täglich Montag bis Samstag

Meldepflicht: Erkrankung und Labornachweis nach Infektionsschutzgesetz, Ausnahmekennziffer 32006

Ansprechpartner: Frau Dr. med. H. Hummel, Frau Dipl.-Ing. Melanie Hermann

 

Epidemiologische Informationen:

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